Konzerte

150 Jahre Posaunenchor Fischerhude

Der Posaunenchor der Kirchengemeinde Fischerhude feiert in diesem Jahr ein außergewöhnliches Jubiläum. Er wird 150 Jahre alt und gehört damit zu den ältesten Posaunenchören im Bereich der hannoverschen Landeskirche.
In der Gründerzeit des Chores, Ende des 19. Jahrhunderts, wurden die Posaunenchöre geprägt vom Reichsposaunenwart Johannes Kuhlo (1856 – 1941). Nach Ansicht von Kuhlo gehörten damals ausschließlich Blechblasinstrumente zur Ausstattung eines Posaunenchores. Flügelhörner im Sopran und Alt, Tenor- und Waldhörner in der Tenorstimme, Posaunen und Tuben im Bass. Daran hat sich bis heute wenig geändert, nur das mittlerweile auch Trompeten im Sopran und Alt Einzug gehalten haben. Hier und da werden auch schon mal Schlaginstrumente und Orgel mit integriert.
Die Grundidee der kirchlichen Posaunenchöre „Musizieren zum Lobe Gottes und dem Menschen zur Freude“ ist bis in die heutige Zeit geblieben. Das unterscheidet uns auch im Wesentlichen zur weltlichen Musik. Aber es werden mittlerweile nicht nur Choräle und Intraden gespielt. Auch Volkslieder, Schlager und Pop werden mittlerweile im Chor gespielt und bei weltlichen Veranstaltungen wie Hochzeiten, Geburtstagsjubiläen usw. gewünscht und vorgetragen. Aber auch moderne Rhythmen, wie Swing oder Blues werden mittlerweile von Komponisten gerne in der Kirchenmusik verwendet. Man geht hier also gewissermaßen „mit der Zeit“.
Der Posaunenchor Fischerhude ist nach wie vor ein aktives und erfrischendes Element der Kirchengemeinde und begleitet u.a. die Gottesdienste an vielen kirchlichen Feiertagen. Darüber hinaus nimmt der Chor auch an überregionalen Veranstaltungen, wie Landesposaunenfesten oder wie zuletzt im Juni 2016 beim Deutschen evangelischen Posaunentag in Dresden teil.

Kreisposaunenfest in Fischerhude

Am Sonntag, den 27.08.2017 feierte der Posaunenchor Fischerhude sein 150-jähriges Jubiläum im Rahmen eines Kreisposaunenfestes. An die 60 Bläserinnen und Bläser aus dem gesamten Kreisgebiet sowie einige ehemalige Chorleiter und Mitspieler waren der Einladung gefolgt. Die größte Sorge bereitete im Vorfeld das Wetter, aber Petrus hatte ein Einsehen. Bei herrlichem Sommerwetter konnten wir im idyllischen Garten am „Heimathaus Irmintraut“ nahezu 200 Gäste begrüßen.
Ein Festgottesdienst mit Pastorin Frau Kuhlmann eröffnete das Kreisposaunenfest. Mit einer festlichen Intrade begann dann das Konzert. Die Leitung des „Kreis-Chores“ wurde im Wechsel vom Landesposaunenwart Reinhard Gramm sowie vom Fischerhuder Chorleiter Armin Hennig übernommen. Dabei wurden auch von den beiden Dirigenten selbst komponierte Stücke zu Gehör gebracht.
Chorleiter Armin Hennig ging in seiner Begrüßungsrede noch einmal auf die Historie des Posaunenchores Fischerhude ein, recherchierte, dass nach dem Gründungsjahr 1867 zunächst nur geistliche Lieder gespielt werden durften, wer „weltliche“ Melodien spielte, wurde aus dem Chor ausgeschlossen. Frauen wurden erst ab 1965 zugelassen.
Der Bürgermeister der Gemeinde Ottersberg, Horst Hofmann, sowie der Ortsbürgermeister Wilfried Mittendorf ließen es sich nicht nehmen, dem Posaunenchor persönlich zum außergewöhnlichen Jubiläum zu gratulieren und würdigten dies mit einer entsprechenden Urkunde.
Während der Ansprachen hatten wir Bläser kurz Zeit, unsere Lippen zu entspannen, um dann flotte Melodien wie „Mr. Sandmann“, „Über den Wolken“ oder „When I´m 64“ von den Beatles zu spielen. Natürlich durfte auch das aktuelle Lieblingsstück des Posaunenchores, „Probier´s mal mit Gemütlichkeit“ aus dem Dschungelbuch nicht fehlen.
Zum Abschluss dankte Chor-Obmann Stefan Brüning allen Mitwirkenden und Helfern für die tatkräftige Unterstützung, dass dieses Kreisposaunenfest zu einem gelungenen Jubiläumsfest wurde.
Der Nachmittag endete bei netten Gesprächen und Begegnungen mit einer gemütlichen Kaffeetafel unter freiem Himmel, die dank zahlreicher Kuchenspenden aus der Gemeinde und der Mithilfe vieler Freiwilliger ermöglicht wurde.
Wir werden diesen wunderschönen Nachmittag sicherlich noch lange in Erinnerung behalten.
Danke!                                 Stefan Brüning/Renate Peper

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