Reformations-Jubiläum - Auch bei uns! (Fotos anklicken)

Am 31. Oktober haben wir bei bestem Wetter der Reformation gedacht und das angemessen gefeiert. Um 15.17 Uhr (die Uhrzeit hatte ja auch ihre Bedeutung) blies der Posaunenchor „Ein feste Burg ist unser Gott“ und andere schöne Choräle als Einstimmung in den Nachmittag. 70 Menschen ließen sich von den Klängen in den Eichenhof locken. Im Anschluss ging es auf den Fischerhuder Friedhof, wo Firma Windler unter großer Anteilnahme eine Winterlinde pflanzte. Zu hören waren Texte über Luther, Bäume und Linden im Speziellen. Zu sehen gab es den schon recht großen Baum, getrocknete Lindenblätter und -blüten und eine große Keramikfliese mit der Lutherrose im Zentrum, damit sich auch noch Menschen an diesen Jubiläumstag erinnern, wenn wir längst vergessen sind. Das Schöne an Bäumen als Denkmälern ist ja, dass sie wachsen und sich verändern, wie das im Leben immer notwendig ist - und dass sie lange Zeit überdauern. Sie stehen mit ihren Wurzeln für das Fundament unseres Lebens, mit ihrem Wechsel im Jahreskreis für Werden und Vergehen, für Kraft und Beständigkeit, Ruhe und Überfluss und Anteilgabe.
Möge die Lutherlinde lange stehen (und durch einen Melanchthon-Maulbeerbaum und eine Zwingli-Zypresse ergänzt werden), die Menschen an die Errungenschaften der Reformation und unser lutherisches Erbe erinnern und zum Frieden unter den Menschen und Religionen beitragen, wie wir es singend von Gott mit dem Kanon „Dona nobis pacem - gib uns Frieden“ erbeten haben.
Zum Abschluss feierten wir gemeinsam einen Gottesdienst in unserer Kirche.
Wir danken Barbara Hartz-Bentrup für den Baum und die Organisation, Katharina Bertzbach für die Fliese, Firma Windler für das Pflanzen und die Pflegehinweise, sowie Katharina Conellan, ihrer Schwester Anna und Rüdiger Meyer für das Vorlesen.
                                                                    Silke Kuhlmann