Liebe Gemeindeglieder, liebe Leserin und Leser,

wie Sie vielleicht schon wissen, werde ich als Superintendentin den Kirchenkreis Verden zum 1. April verlassen und eine neue Aufgabe in unserer Landeskirche, dann im Landeskirchenamt, übernehmen.
Im Sommer 2012 bin ich nach Verden gekommen. Seitdem durfte ich viele von Ihnen in unseren Kirchengemeinden und Kommunen, in Vereinen, Institutionen und zahlreichen Initiativen kennenlernen.
Insbesondere im Rahmen der Visitationen in den Kirchengemeinden bin ich dabei auf viel Beeindruckendes und Liebenswertes gestoßen, vor allem aber auf das große Engagement so vieler von Ihnen, die sich für das Zusammenleben in ihren Orten und auch für die Wirksamkeit von Kirche vor Ort einsetzen. Ganz besonders in den letzten Jahren, als eine große Zahl von geflüchteten Menschen auch in unseren Landkreis kam, habe ich mit großer Hochachtung erlebt, wie groß der Beitrag vieler von Ihnen, außerhalb und innerhalb der Kirche, zu einem gelingenden Zusammenleben ist. Diese Erfahrungen und Begegnungen waren eine große Bereicherung für mich.
In unserer Region leben wir in einem attraktiven Lebensraum. Die wunderbare Landschaft an unseren Flüssen, der schon weite norddeutsche Himmel, unsere Dörfer und Städte, aber auch die gute Verkehrsanbindung, die Nähe zu den benachbarten Großstädten, die gute Infrastruktur und wirtschaftliche Lage schaffen hier gute Voraussetzungen für Leben und Arbeiten. Dennoch machen gesellschaftliche Trends auch vor dieser Region nicht halt. Die Aufgabe, das Zusammenleben der Menschen zu fördern, dem Auseinanderfallen gesellschaftlicher Gruppen entgegenzuwirken, stellt sich für alle gesellschaftlichen Akteure.
Als Kirche wissen wir die Würde eines jeden Menschen als von Gott geschenkt; wir wissen uns beauftragt, zu Frieden und Versöhnung beizutragen, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung zu fördern. Uns liegen Kinder und Jugendliche ebenso am Herzen wie Erwachsene und Menschen an ihrem Lebensende. Unsere Sorge gilt dem Leben in allen seinen Bezügen von seinem Anfang bis zu
seinem Ende. Diese Aufgaben bleiben bestehen und werden an Gewicht zunehmen. Es wird also auch in Zukunft auf unser gemeinsames Engagement ankommen.
Künftig werde ich Landeskirchenamt zwar aus anderer Perspektive, aber doch weiterhin mit der Entwicklung des kirchlichen Lebens in unserer Kirche befasst sein. Ich bin dankbar für die vielen wichtigen Erfahrungen und Einsichten, die ich dafür aus dem Kirchenkreis Verden mitbringen kann.
Die Stelle eines Superintendenten / einer Superintendentin hier ist aktuell ausgeschrieben. Ein Wahlausschuss ist mit der Neubesetzung der Stelle befasst. Alle hoffen, dass es gelingt, bereits in der zweiten Jahreshälfte den Neuanfang zu begehen. Bis dahin liegt die Verantwortung bei den Stellvertretern im Superintendenten-Amt und in den Gremien des Kirchenkreises.
Am Sonntag, dem 25. März 2018, werde ich um 15.00 Uhr in einem Gottesdienst mit anschließendem Empfang im Dom zu Verden verabschiedet. Ich würde mich freuen, wenn ich vielen von Ihnen bei dieser Gelegenheit noch einmal begegnen könnte.
Ich danke Ihnen sehr herzlich für alle Begegnungen, für wohlwollende Zusammenarbeit und konstruktive Kritik, vor allem aber für das gute Miteinander.
Ich wünsche Ihnen allen in Ihren persönlichen Bezügen und Verantwortungsbereichen, aber insbesondere auch in unseren Kirchengemeinden, Einrichtungen und Gremien unserer Kirche Gottes Geleit und Segen und weiß mich Ihnen in seinem Geist verbunden.
Ihre
                                        Elke Schölper, Superintendentin