Lesens-Sehenswert

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Licht aus der Höhe

Die Tage werden kürzer und grauer. Das Jahr wendet sich seinem Ende zu. Es wird dunkler um uns, und auch in manchen Menschen. Das Leben zieht sich zurück, wird innerlich. So, wie ein Baum seine Kraft aus den Blättern in den Stamm zieht und sich auf sich besinnt, nur noch in seiner Struktur, aber dadurch klar zu erkennen ist. Klarheit, das ist ein Wort, in dem schon Licht aufscheint. Denn je dunkler es wird, umso heller scheint uns das Licht der Kerzen, die unsere Häuser füllen und sich Sonntag um Sonntag mehren.
Und auch das das Licht der biblischen Verheißung beginnt zu strahlen: Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. (Lukas 1,78f.; Monatsspruch Dezember).
Da, wo es dunkel und still wird, will Gott uns begegnen. Klein, konkret und in unserem Herzen. Als Kind. Unfassbar. Unglaublich.
Er möchte es für uns wieder hell machen. Sein Licht weist uns den Weg; klar gibt er uns in der Dunkelheit Struktur. Ich sehne diese Begegnung mit Gott herbei, ich kenne die Sehnsucht in meinem Herzen nach Ruhe und Frieden, äußerlich wie innerlich. Ich möchte Gott begegnen. Möchte seine Stimme hören.
Wonach sehnt sich Ihr Herz, wenn es zur Ruhe kommt? Nach der Fröhlichkeit in den Häusern, wenn es überall nach Keksen und Tannenzweigen riecht? Freuen Sie sich auf die Adventszeit oder schreckt Sie der Trubel?
Ich sehe die leuchtenden Kinderaugen schon vor mir, die mich im Dezember erwarten werden, ich freue mich auf die Krippenspiele, von den Konfirmanden selbst geschrieben und erarbeitet, und ich hoffe, ich komme zur Ruhe an der Krippe, versinke im Anblick Gottes, der mich anlächelt und mir seine Hände entgegenstreckt bis ich singe „O lass mich doch dein Kripplein sein“, damit es mich berührt: der himmlische, ewige Gott wird ein Mensch, damit wir menschlich werden, verzichtet auf Schwellen und Türen, setzt sich der Dunkelheit aus, damit es auch bei denen hell wird, die im Abseits stehen, damit jeder einen Zugang zu Gott, einen Weg zur Krippe findet, einen Weg, der seine leuchtende Spur im neuen Jahr weiterziehen will.
Ich wünsche Ihnen lichte Momente in den kommenden Monaten, wärmende Begegnungen, die Ihr Herz berühren und Gottes Lächeln auf Ihrem Gesicht, das Ihre Sehnsucht stillt.
                                           Ihre Pastorin Silke Kuhlmann

Gedanken der Vorsitzenden des Kirchenvorstandes

Die Jahreslosung 2017:
Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.


Liebe Gemeinde!
Ein ereignisreiches Jahr liegt bald hinter uns.
Im Februar haben wir mit Freude Frau Silke Kuhlmann als unsere neue Pastorin begrüßen können, nach Zeiten der Vakanzen und Unsicherheiten, dennoch sehr gut begleitet von Vertretungspastoren und ganz, ganz vielen lieben, verständnisvollen Menschen.
In aller Interesse ist doch wohl, dass Familie Kuhlmann gut in unserer Gemeinde ankommt. Wenn wir Neues zulassen, Bewährtes überdenken, Geduld und Nachsicht üben, die Erwartungshaltungen zurückschrauben, wenn Anfeindungen und Schuldzuweisungen aufhören, wenn wir miteinander reden und nicht übereinander, dann wird es gut weitergehen in unserer Gemeinde.
Wir hoffen, dass alle Mitarbeiter uns weiterhin zur Seite stehen, auch dem neuen Kirchenvorstand, der am 18. März 2018 gewählt wird. Aus Altergründen und anderer Arbeitsbelastungen scheiden mindestens fünf bisherige Mitglieder aus. Melden Sie sich doch für eine Kanditatur!
Dazu ein Spruch von Thornton Wilder:
Das ist alles, was wir tun können: immer wieder von Neuem anfangen, immer und immer wieder.
Gelungen ist uns, bisherige Veranstaltungstermine möglichst einzuhalten: Gottesdienste, Gesprächskreise, Sitzungen usw.
Die Wohnsituation für Familie Kuhlmann ist im Augenblick nicht sehr befriedigend, der Pfarrhausbau neigt sich aber dem Ende zu, es kann also nur besser werden.
Im Kindergarten wurde eine dritte Gruppe im ehemaligen „Sofazimmer“ eingerichtet.
Für einen Gemeinderaum im „Alten Pastorenhaus“ haben die Planungen begonnen, der Flecken Ottersberg arbeitet mit dem Kirchenamt zusammen. Für die Übergangszeit besteht die Möglichkeit, Buthmanns Hof zu nutzen. Vielen Dank an dieser Stelle einmal an Harry Klee und Jürgen Twelmeyer für ihr Verständnis bei Unannehmlichkeiten.
Mit Frau Hermine Grätsch-Rohde steht Frau Kuhlmann jetzt eine erfahrene Pfarramtssekretärin zur Seite. Fehler bei Terminabsprachen und sonstige wegen Unwissenheit werden sich nicht vermeiden lassen.
Wir hoffen vertrauensvoll auf Gottes Gegenwart auf den Wegen, die wir zu gehen haben, dass er uns den rechten Weg führt durch alle Nöte und Schwierigkeiten.


Die Jahreslosung 2018:
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

                             Wilma Viebrock, Vorsitzende des Kirchenvorstandes

0ein Wort zum Abendmahl

Immer wieder feiern wir in unserer Gemeinde Festgottesdienste mit Abendmahl. Und regelmäßig (i.d.R.) steht es am ersten Sonntag im Monat auf dem Gottesdienstplan. Ich freue mich darüber, weil ich gerne Abendmahl feiere. Umso mehr betrübt es mich, wenn ich höre, dass Menschen sagen, sie wären nicht zum Gottesdienst gekommen, wenn sie gewusst hätten, dass wir auch Abendmahl feiern, oder sie bleiben fern oder sie verlassen den Gottesdienst nach der Predigt. Ich wüsste gerne, woran das liegt. Denn ich vermute, es liegt nicht nur in der Länge des Gottesdienstes. Deshalb möchte ich einiges zum Inhalt sagen:
Für Martin Luther, um unseren Reformator auch nach Ablauf des Jubiläumsjahres heranzuziehen, war es selbstverständlich, dass in jedem Gottesdienst Abendmahl gefeiert wurde, sein Entwurf der Deutschen Messe legt das dar. Und er hielt auch lange daran fest. Überdies führte er den Laienkelch ein (also die Tatsache, dass alle Gemeindemitglieder Brot und Saft/Wein und damit den vollständigen
Leib Christi erhalten). Zugrunde liegt sein Abendmahlsverständnis, das bekanntermaßen bis heute der Grund für die Trennung zwischen katholischer, reformierter und lutherischer Kirche ist: In Brot und Wein ist Christus anwesend. Es ist nicht Fleisch und Brot (katholisch), aber eben auch mehr als nur ein reines Gedächtnis an das letzte Abendessen Jesu (reformiert). Durch die Teilnahme am Abendmahl vergewissere ich mich (1) der Gemeinschaft mit Christus, (2) der Gemeinschaft mit allen Christen, Engeln und Heiligen, die vor mir gelebt haben und mit mir im Kreis stehen und ich habe (3) schon jetzt Anteil an Gottes neuem Reich. Ich lasse mir die Vergebung meiner Sünden zusprechen und setzte für einen Moment schon im Himmel am Tisch, habe Anteil an der Ewigkeit. Und indem ich Brot und Wein/Saft zu mir nehme, erkenne ich einerseits an, dass Christi Leben und Werk auch für mich gilt (deshalb heißt es „Christi Leib ist für dich dahingegeben“ und „Christi Blut ist für dich vergossen worden“) und andererseits darf ich mir vorstellen, dass Christus in mir lebt, wie es bei Paulus heißt, um gegen die bösen inneren Stimmen vorzugehen, die mich klein und stumm und wertlos machen möchten.
Immer wieder sehen wir der Tatsache ins Auge, dass wir unsere gut gemeinten Ziele und Absichten verfehlen, dass wir aneinander schuldig werden und auch vor Gott nicht so leben, wie er uns gewollt hat. Wir haben Vergebung, wir haben Heilung nötig. Der ewige, himmlische, heilige Gott lädt uns an seinen Tisch ein. Er befreit uns von der Macht des Bösen und holt uns in seine Gegenwart. Das ist ein wunderbares Geschenk. Und das dürfte man jeden Sonntag empfangen, um sich Gottes Gegenwart zu vergewissern. Dafür braucht man nicht in besonderer Weise „würdig“ oder vorbereitet zu sein.
In manchen Gemeinden heißt es während der Abendmahlsliturgie: Herr, ich bin nicht würdig, dass du eintrittst in mein Haus, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund. Dieser Satz eines römischen Hauptmannes im Lukasevangelium drückt das aus: Eigentlich könnten wir uns Gott nicht nähern, wenn wir unser Leben ernsthaft betrachten. Aber wir haben Heilung nötig. Und Gott sieht das und schafft aus Liebe die Bedingungen, unter denen wir gemeinsam feiern können.
Gemeinschaft untereinander, die Liebe Gottes und ein Stück Himmel auf Erden, ein Stück vom ewigen Leben - schon jetzt. Kommen Sie dazu!
                                                 Ihre Pastorin Silke Kuhlmann

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Interessante Broschüren, herausgegeben von der ev. Kirchengemeinde Fischerhude

 

Cato Bontjes van Beek (1920-1943)

 

                                           

 

 

 

                                     

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Pastorin Silke Kuhlmann

Bankverbindungen Kirchengemeinde und Stiftung

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Kreissparkasse Verden:

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Stiftung der Liebfrauenkirche Fischerhude:

Kreissparkasse Verden:

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