Lesens-Sehenswert

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Erntedankfest

Wie schon in den vergangenen Jahren möchten wir auch in diesem Jahr unsere Kirche zum Erntedankfest mit Gaben schmücken. Dazu benötigen wir eure/Ihre Hilfe. Wer Obst, Gemüse, Blumen etc. an den Altar legen möchte, den bitten wir, die Gaben am Freitag, dem 29. September in der Zeit von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr in die Kirche zu bringen.
Wir freuen uns auf eine große Vielzahl an verschiedenen Erntegaben.
Bei Rückfragen: Marlis Seeger, Tel. 04293 - 789392
Am Mittwoch, 27. September 2017, um 14.00 Uhr, wird die Krone für das Erntedankfest bei Buthmanns in der Molkereistraße 5 gebunden. Das macht Arbeit, denn sie muss ganz neu gebunden werden. Jeder ist zum Helfen ganz herzlich eingeladen! Vielleicht haben auch einige Konfirmandinnen oder Konfirmanden Lust? Wer schon mal dabei war, weiß, dass diese Arbeit in fröhlicher Runde viel Spaß macht!

Am Eingangstor ins neue Leben (Fotos anklicken)

Bericht über den Taufgottesdienst an der Wümme, 17.9.2017


Vor dem Backhaus Im Krummen Ort stehen viele Stühle, liebevoll von den Helfern trockengewischt, weil es gerade noch regnete. Der Altar ist aufgebaut und mit Blumen geschmückt. Letzte Absprachen müssen noch getroffen werden. Da bricht die Sonne durch die hohen Eichenwipfel und lädt uns ein, das Fest der Taufe an der Wümme zu feiern.
Viele sind gekommen, die Täuflinge mit ihren Eltern und Paten, sowie viele Gemeindemitglieder. Alle Stühle sind belegt, sechs Täuflinge werden getauft, zwei Babys, zwei Konfirmanden und eine Mutter, die selbst ihre Taufe gewünscht hat, mit ihrer Tochter.
Pastorin Kuhlmann findet wieder die richtigen Worte für uns alle: Die Taufe ist das Eingangstor zum Christentum. Gott verspricht den Täuflingen, dass er mit ihnen durchs Leben gehen wird. Eltern und Paten begleiten die Täuflinge, Gott leitet sie. Ihre Predigt verbindet Pastorin Kuhlmann mit den Taufsprüchen der Täuflinge. Die Taufsprüche sind Leitmotive für das Leben.
Dann holen die zwei Konfirmanden das Wasser für die Taufe, als Zeichen des Lebens, aus der Wümme und gießen es ins Taufbecken. Für die beiden ganz Kleinen wurde die Taufschale mit heißem Wasser vorgewärmt, damit das Wasser des Lebens für alle ein gutes Gefühl ist.
Die Zeremonie der Taufe ist wie ein einziger, wiederholter Gesang: „Ja, ich will zu Christus gehören und zu seiner Gemeinde". Die Taufe wird bestätigt mit dem Zeichen des Kreuzes auf Brust und Stirn.
Wir, die Gemeinde, tauchen mit ein in den Segen Gottes, wie er sich zeigt, in der erhabenen Natur an der Wümme, in den guten Worten unserer Pastorin und in den wunderbaren Liedern, die die Gemeinde aus Leibeskräften singt, unterstützt von Ute Janssen mit ihrem E-Piano unter einem Zeltdach.
Dank für den Platz an der Wümme und Dank an alle, die nachher noch eine ganze Weile aufräumen müssen. Die Mühe hat sich gelohnt: Unsere Gemeinde ist wieder ein Stück gewachsen!
                                                                   I.G

                                                        

Neuer Konfirmandenjahrgang

Mit einem Gottesdienst am 13. August wurden 29 Mädchen und Jungen als neue Vorkonfirmanden feierlich in der Gemeinde begrüßt. In den letzten Wochen haben sie Kirche und Gemeindehaus untersucht, sich als Gruppe kennengelernt und sich mit dem Gottesdienstablauf vertraut gemacht. Eine spannende, arbeitsreiche und hoffentlich fröhliche Zeit liegt vor ihnen und uns, die wir als Pastorin, Gemeindeglieder, Eltern mit den Jugendlichen auf dem Weg sind und sie begleiten.
Ich bin neugierig, welche Fragen sie stellen, welche Bibelverse sie aussuchen werden, welche Anregungen sie geben werden - wie sie die Gemeinde bereichern werden. Schon jetzt bekomme ich ehrliche, durchdachte und persönliche Antworten auf meine Fragen, die mich spüren lassen: sie sind hier, weil sie das wollen, weil es ihnen wichtig ist.
Sie nehmen viel dafür auf sich: den wöchentlichen Unterricht, die 30 Gottesdienste, die auswendig zu lernenden Texte, das Engagement in der Gemeinde. Am Ende steht das Fest, das sie sich verdient haben werden. Bis dahin freue ich mich auf schöne gemeinsame Erfahrungen, denn ich habe sie gefragt: sie kommen gern und sind neugierig auf das, was wir erleben werden. Die Gründe für ihr Kommen sind vielfältig: Die Konfirmation, Freunde, Elternwünsche, Suche nach Gott, Wissbegierde nach Glauben und Jesus, Gott und der Welt, Gemeinschaft und der finanzielle Anreiz. Alles in unterschiedlicher Gewichtung und alles mit seiner Berechtigung.
Und im Vergleich mit den „alten Hasen“, den Hauptkonfis, merke ich Unterschiede und freue mich an beiden Gruppen gleichermaßen, die unser Gemeindehaus, manchmal auch das alte Pastorenhaus oder die Kirche mit quirliger Lebendigkeit füllen. Sie gehören dazu. Das zeigen sie. Hoffentlich wachsen wir zusammen. Mit jedem Jahrgang neu. Los gehts.

                                                                           S.K.

Jubelkonfirmationen am 3.9.2017 (Fotos anklicken)

Es war so wie vor 50 oder 60 Jahren: Die Mädchen und die Jungs standen getrennt voneinander und schwatzten munter drauf los. Der Fotograf hatte Mühe, alle zusammen zu bekommen.
Die Sonne schien, es war frisch, ja fast kühl. Wir schritten zur Kirche. Der Wind wehte uns die Klänge vom Posaunenchor entgegen. Die Kirchenglocke läutete – so wie damals. Der Zug der Jubelkonfirmanden zog in die Kirche ein, begleitet vom festlichen Orgelspiel. Man nahm Platz auf den Kirchenbänken und, wie damals, blieb die erste Reihe frei.
Vom Gemischten Chor hörten wir das schöne „Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen. Ich freue mich und bin fröhlich, Herr in dir. Halleluja!“ und Carsten Köpke las uns aus dem Evangelium des Markus Kapitel 7, die Verse 31 – 37 vor.
Pastorin Kuhlmann begann ihre Predigt mit einer Frage: „Haben Sie sich heute schon im Spiegel angeschaut? Wahrscheinlich. Alle haben sich zurecht gemacht für diesen Tag. Die Frisuren sitzen, etwas Schminke, die glatte Rasur. Aber haben Sie hingeschaut? Wen haben Sie gesehen?
Immer ist er da, der kritische Blick. Prüfend ob ich meinen Ansprüchen genüge. Was sehe ich beim Blick in den Spiegel? Sehe ich mich? Wer bin ich eigentlich? Was denke ich von mir? Was passiert, wenn ich meine Erwartungen nicht erfülle? Können Sie Ihre Falten, Ihr Alter, Ihren kleiner werdenden Lebensraum annehmen?
Oft erlebe ich es, dass Menschen unglücklich sind, dass Sie meinen, es müsste noch etwas mehr oder gerade weniger sein, um endlich mit dem Leben anzufangen. Das sie von Äußerlichkeiten bei sich und anderen auf das Innere schließen und sich deshalb abwerten, weil sie nicht so sind wie andere.
Wer bin ich? Zu dem inneren Bild, das wir von uns haben, kommt die äußere Einschätzung der Menschen um uns herum hinzu. Das Urteil anderer über uns fällt oft viel positiver aus als unser eigenes. Gelassen, heiter, frei, hilfsbereit, immer erhalten wir Beurteilungen und Zeugnisse, Rückmeldungen und Meinungen anderer zu unserem Können, unserem Aussehen. Es braucht beides, die Einschätzung anderer und unsere Selbsteinschätzung, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wer wir sind, wie wir wirken. Die Wahrheit über uns und unser Leben liegt außerhalb unserer Sicht auf uns, außerhalb der Sicht der Welt. Identität finden wir bei Gott. Als Dritten im Bunde. Und über allem zusammen.
Unser Suchen und Fragen ist getrieben von einem Geist, nach der Sehnsucht, nach Bestätigung und Halt. Wir sind Gottes Kinder. Vor allem anderen werden wir geliebt. Wir werden aufgefangen, gehalten und getröstet. Gott wartet auf uns. Er steht mit uns auf, geht mit uns durch den Tag.
Wir machen Lebenserfahrungen, die uns prägen, die uns verbittern, uns versöhnlich stimmen. 50, 60, 75 Jahre sind Sie liebe Jubilare schon mit Gott, seit der Konfirmation, seit Ihrem lauten Ja auf dem Weg. Wer bin ich? Die Antwort ist: Ich bin Gottes Kind. Das reicht!“
Wir sangen laut und kraftvoll „Lobe den Herrn, den mächtigen König der Ehren.“ Nach dem Glaubensbekenntnis überreichte Pastorin Kuhlmann den Jubilaren die Urkunden und erteilte den Segen.
Ein ganz seltenes Jubiläum beging Hans Warnke – vor 75 Jahren wurde er konfirmiert.
Danach feierte die Gemeinde das Abendmahl. Unter dem schönen Orgelspiel von Sabrina Obenlüneschloss zogen die Jubilare aus der Kirche aus. Draußen vor der Kirche standen sie wieder zusammen und schwatzten – so wie damals.

                                                             Martina Banehr

Waldgottesdienst in der Surheide (Fotos anklicken)

Komm in den Wald und lausche da,
Er singt sein Lied, sein altes.
Durch alle Kronen fern und nah,
Da schallt es und da hallt es! (James Krüss)


In der Tat, zu dem Lied des Waldes gesellten sich viele fröhliche Stimmen. Alles war vorbereitet für diesen schönen Taufgottesdienst: Die Stühle standen bereit, das große Kreuz mit den Sonnenblumen, der Altar, das Taufbecken. Die Sonne schien, ein leichter Wind wehte und die Instrumente des Posaunenchors glänzten um die Wette. Die Menschen – Erwachsene, Konfirmanden und viele Kinder - kamen und fanden einen Platz.
Pastorin Silke Kuhlmann begrüßte uns: „Herzlich Willkommen an diesem strahlenden Tauf-Sonntag hier im Wald. Gott möchte ein aufmerksames Herz von uns Menschen haben.“ Wir sangen „Nun steht in Laub und Blüte, Gott Schöpfer, deine Welt,“ hörten den 8. Psalm und Wilma Struß las uns aus dem Lukas Evangelium, Kap. 19, Vers 41 – 48, vor, welcher auch zugleich Predigttext war.
Ulrike Dellert, Pamela Wahlers und Ulrike Lück, einige unserer tollen „Mitarbeiterinnen“ in der „Kinderkirche“ luden die Kinder zu Spiel und Spaß gleich neben dem Schützenhaus ein.
„Gnade sei mit euch und Friede von Gott.“ Mit diesen Worten begann Pastorin Kuhlmann ihre Predigt: „Jesus weint über Jerusalem, über die bevorstehende Zerstörung der Stadt, über den Unfrieden, der herrscht. Er treibt die Händler aus dem Tempel, um das Haus Gottes wieder dem innigen Gebet, der Ruhe zu widmen. Die Mächtigen des Volkes beschließen seinen Tod – und er redet mit dem einfachen Volk.
Einen unglaublich dichten und politischen Text haben wir gerade im Evangelium gehört, und auf den ersten Eindruck, scheint das so gar nicht zu einem fröhlichen Gottesdienst mit vielen Kindern und Taufe zu passen. Doch die großen Themen aus diesem alten Text haben auch in der heutigen Zeit mit unserem Leben zu tun. Sie lassen den Wunsch der Eltern nach der Taufe ihrer Kinder zu einer aktuellen, politischen, heils- und lebensnotwendigen Entscheidung werden.
Jesus sieht, wie sehr die Menschen ihr eigenes Wohl im Blick haben, anstatt zu tun, was Gott fordert, was dem Frieden dient. Das ist doch auch unsere Wirklichkeitserfahrung. Die Bilder, die wir in den Nachrichten verfolgen. Machtansprüche einzelner um Vorteil, Glauben oder Recht. Es kommt immer wieder zu Krieg, Gewalt oder Zerstörung. Auch wir scheitern im Kleinen, Empathie und Mitgefühl zu zeigen und ein heilsames Miteinander zu suchen. Es fällt uns schwer, von uns selbst abzusehen, zur Ruhe zu kommen und Antworten zu finden. Aber wenn wir aus tiefstem Herzen glauben, dass Gott uns liebt und uns vergibt. Dann brauchen wir keine Ablassbriefe, Trostpflaster oder Fürsprecher mehr. Brauchen uns den Sinn im Leben nicht selbst zu geben, durch Ansehen, Einfluss und Besitz. Dann kommt es nur darauf an, was wir ernsthaft glauben und tun – aus tiefstem Herzen, aus Überzeugung. Das ist der Weg Jesu. Die Menschen erfahren, ich bin nicht besonders hübsch, reich, klug oder lieb. Ich bin nicht besonders groß, stark oder fromm. Aber Gott kommt zu mir. Weil er mich liebt.
Fünf Kinder sind hier heute unter uns, größere und kleinere, die selbst sagen oder für die die Eltern stellvertretend sagen: Ich will getauft werden. Ich will zu Gott gehören. Ich will Teil der Gemeinschaft Jesus, der Christen werden. Ich will, dass Gott heute zu mir sagt: „Du bist mein geliebtes Kind. Ich lasse dich nie allein. Ich bin immer für dich da.“ Wir hören auf Gottes Wort. Wir nehmen durch die Taufe Menschen in unsere Gemeinschaft auf, die das Werk Jesu fortsetzen sollen. Wir danken Gott dafür, dass er uns ins Leben ruft, uns begleitet und liebt. Und das wir Teil einer lebendigen Gemeinschaft sind, die Gottes Liebe weiterträgt in die Welt und so dem Frieden dient. Amen.“
Eine lebendige Gemeinschaft. Wahrlich „lebendig“ ging es auch während der Predigt zu. Die Kinder kamen nach und nach mit ihren Schätzen zurück. Gebastelte Sonnenblumen aus Papier, kleine Zweige und Moos, eingearbeitet in einen kleinen Tontopf.
Wir sangen „Gott, der du alles Leben schufst und uns durch Jesus Christus zu dir rufst. Wir danken dir für dieses Kind und alles Glück, das nun beginnt.“
Und dann wurden Leonard, Noah und Kian, Gabriel und Raphael getauft. Umringt von Eltern, Paten und vielen Kindern, die unbedingt dabei sein wollten. Und überall leuchteten die Sonnenblumen, die selbstgemachen aus Papier und die am Kreuz.
Nach Fürbitte, Vaterunser und dem Segen swingte uns der Posaunenchor mit dem Lied „Versuch’s mal mit Gemütlichkeit“ fröhlich aus dem Gottesdienst und hin zu einem Schluck Kaffee, garniert mit Laugengebäck und kleinem Plausch.

                                                                 Martina Banehr

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Interessante Broschüren, herausgegeben von der ev. Kirchengemeinde Fischerhude

 

Cato Bontjes van Beek (1920-1943)

 

                                           

 

 

 

                                     

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Pastorin Silke Kuhlmann
Die neuen Konfirmanden